Ich möchte die Wahl haben

Tastatur mit Blume

Aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Kunden weiß ich, dass viele Anwender – genauso wie ich – steigende Kosten und Abhängigkeiten durch Mietsoftware sowie weitere Risiken durch Hersteller-Clouds fürchten. Ob es nun das Office-Paket ist oder eine CAD-Software, fast alle großen Softwarehersteller setzen auf monatliche Gebührenabrechnung und mitunter rigorose Maßnahmen zur Registrierung und Nutzungsüberwachung.

Das Kalkül dahinter ist leicht zu durchschauen. Geringe monatliche Gebühren sollen Kunden locken, die dann bei mehreren Lizenzen und mehrjährigen Laufzeiten den Überblick über ihre Lizenzkosten verlieren. Gleichzeitig wird der Druck auf den Kunden durch die fast schon unausweichliche Anbindung an die Hersteller-Cloud und eine damit einhergehende obligatorische Registrierung erhöht. Häufig werden diese Maßnahmen auch noch flankiert durch undokumentierte – also nicht offene – Dateiformate, die einen Wechsel des Softwareanbieters erschweren, da dies mit Datenverlusten verbunden wäre.

Eine weitere nicht so offensichtliche Folge ist, dass echte Innovationen im Softwarebereich immer seltener werden. Sicher gibt es im Monatsrhythmus Updates, allerdings nur selten mit positiven Folgen für das Arbeiten mit dem jeweiligen Softwareprodukt. Nach jedem Update hoffe ich eigentlich nur noch, dass alles weiterhin so funktioniert wie vorher. Warum sollten sich die Softwarehersteller auch anstrengen, neue und – aus Anwendersicht – sinnvolle Funktionen anzubieten? Da die Kunden ja praktischerweise in jedem Fall zahlen müssen, entfällt der Innovationsdruck. Stattdessen vertieft man lieber die Cloud-Integration und optimiert die Registrationsmaßnahmen.

Ich rede hier nicht von Open-Source vs. kommerzieller Software. Ich rede auch nicht von amerikanischen vs. europäischen Dienstleistungen oder Programmen. Ich rede von der Freiheit, die Wahl zu haben. Ich möchte eine Software, die meine Anforderungen erfüllt und eine unabhängige Cloud-Lösung, die es mir ermöglicht, meine Daten projektabhängig und sicher zu speichern. Und nicht zuletzt wünsche ich mir Innovationen, die den Namen verdienen.

Da der Softwaremarkt mittlerweile in den jeweiligen Anwendungsbereichen von einzelnen Unternehmen dominiert wird, müssen hier die deutschen bzw. europäischen Regulierungsbehörden tätig werden. Alle Softwareanbieter – insbesondere solche in marktbeherrschender Stellung – sollten gezwungen werden, ihre Dateispezifikationen offen zu legen. Denn ohne offene Dateiformate gibt es keinen fairen Wettbewerb. Und ohne diesen haben die Anwender eben letztendlich keine Wahl, sondern sie bleiben an einen Anbieter gekettet.

Wer sich dafür interessiert, wie das meine Firma mit der Dokumentation von Dateiformat und Schnittstellen bei CAD6 handhabt oder welche Lizenzoptionen wir anbieten, kann sich gerne auf der CAD6 Homepage informieren.